Stellungnahme zum Odenwälder Friedensmarsch und zum dazu veröffentlichten Artikel des Odenwälder Echos

Jusos

Auch beim Odenwälder Ostermarsch 2014 waren SPD und Jusos wieder mit dabei. Bild: Roger Nisch

Die Odenwälder Jungsozialisten in der SPD (Jusos) halten einige Aussagen des Artikels im  Echo schlicht für falsch, zudem kritisieren sie weite Teile der Aussagen, die auf der Abschlusskundgebung in Michelstadt getroffen wurden.

Der vom Odenwälder Echo veröffentlichte Artikel "Odenwälder Friedensmarsch: Das andere Bild von der Ukraine- Krise" zum Odenwälder Friedensmarsch, hat uns Jusos Odenwald doch sehr verwundert.
Aus diesem geht hervor, dass sich die Jungsozialisten nicht mehr sichtbar und aktiv am Marsch beteiligt hätten.
Diese Aussage ist schlicht und ergreifend falsch.
Wir Jungsozialisten waren mit 7 aktiven Mitgliedern am Marsch beteiligt, hielten zwei Juso- Fahnen und eine SPD Fahne in der Hand, zudem hatten wir sogar einen Stand auf dem Kundgebungsplatz in Michelstadt aufgebaut.

Auch der SPD Bundestagsabgeordnete Jens Zimmermann war anwesend.
Die beiden jungen Männer, die auf dem Bild zum Artikel im Echo links und rechts das Banner "Gib Nazis keine Chance" tragen, sind beide Jusos, links Florian Butz, rechts Joshua Seger.
Entsprechend können wir die Aussage in diesem Artikel nicht nachvollziehen und bitten um Richtigstellung.
Warum es zu einer solchen Darstellung im Odenwälder Echo gekommen ist, bleibt uns schleierhaft.
Klar ist, einige Teilnehmer des Marsches, waren nicht begeistert davon, dass die Jusos ein anderes Bild von der Ukraine- Krise haben als die meisten der Teilnehmer.
Wir halten den Einmarsch Russlands auf die Krim für Völkerrechtswidrig, wir halten das Referendum auf der Krim für nicht aussagekräftig, es wurde unter militärischer Aufsicht russischer Truppen durchgeführt, die Wahlurnen waren durchsichtig und die Wahlzettel in großen Teilen nicht gefaltet. Jeder konnte also sehen wie man abstimmt.
Damit sind die Grundsätze eine Freihen und Geheimen Wahl missachtet worden.
Dies unterschlug Christopher Kloß, der Hauptredner der Veranstaltung.
Mit dieser Ansicht auf die Krim Krise, sind wir als Jusos bei antidemokratischen Parteien wie der DKP offensichtlich nicht gut angekommen, doch diese klatschten auch begeistert einem ehemaligen Pfarrer zu, der die Abschaffung der EU als ernsthafte Alternative betrachtet und westlichen Medien generell eine Propagandapolitik unterstellt, weil sie die illegalen Aktionen Russlands kritisch beleuchten.
Zur Erinnerung, die Europäische Union ist das größte Friedensprojekt, welches der europäische Kontinent jemals gesehen hat und sichert uns nun seit über 60 Jahren Frieden.
Deshalb haben wir haben auch offen unseres Erachtens völlig falschen Aussagen von Herrn Kloß widersprochen.
Als Jusos stehen wir hinter dem Gedanken und den Zielen des Friedensmarschs.
Wir wollen eine Schule ohne Bundeswehr, wir wollen atomare Abrüstung und ein Verbot von Rüstungsexporten in undemokratische Länder die Menschenrechte mit Füßen treten.
Grundsätze der Jungsozialisten sind der Kampf für Frieden und Freiheit und zu diesen stehen wir, gerade dann, wenn auf einem Friedensmarsch der Einmarsch in ein souveränes demokratisches Land verteidigt wird und demokratische Grundsätze in Frage gestellt werden.
Entsprechend zitieren wir abschließend den Flyer zum diesjährigen Odenwälder Friedensmarsch: "Kein Land auf der Welt hat das Recht, sich Teile eines anderen Landes anzueignen, wer dies dennoch tut handelt gegen das Völkerrecht."

Joshua Seger
(Vorsitzender der Jusos Odenwald)

 

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