Rechter Terror in Norwegen: "Unsere Idee ist stärker als ihre Gewalt!"

Bundespolitik

Schock, Verzweiflung und ungläubiges Entsetzen in Norwegen. Mindestens 84 Jugendliche starben am Freitag bei einem Amoklauf in einem sozialdemokratischen Jugend-Ferienlager. Zuvor kamen mindestens sieben Menschen bei einer Bombenexplosion im Regierungsviertel ums Leben. SPD-Chef Sigmar Gabriel zeigte sich tief erschüttert und verurteilte im Namen der deutschen Sozialdemokratie die Taten.

Bei einem Doppelanschlag sind am Freitag mindestens 91 Menschen getötet worden. Während eines Angriffs auf ein Jugendsommerlager der sozialdemokratische Schwesterpartei in Norwegen erschoss ein Einzeltäter mindestens 84 Menschen. Zuvor soll der Täter eine Bombenexplosion im Regierungsviertel von Oslo verursacht haben, bei der sieben Menschen ums Leben kamen.
„Mit Entsetzen und tief erschüttert verfolgen wir in diesen Stunden die Nachrichten von der abscheulichen Gewalttat in Oslo und auf ein sozialdemokratisches Jugendlager“, sagte Gabriel am Freitagabend. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und deren Angehörigen. Auch wenn die genauen Hintergründe der Tat zu dieser Stunde noch unklar seien, verurteile die deutsche Sozialdemokratie den „kaltblütigen Anschlag“ auf junge Menschen, die sich in und mit der sozialdemokratischen Jugendorganisation Norwegens auf den Weg gemacht hätten, sich in der norwegischen Gesellschaft für Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit zu engagieren. Gabriel: „Wir trauern mit den Menschen in Norwegen. Unsere Gedanken sind bei unseren sozialdemokratischen Freundinnen und Freunden in Norwegen.“
In einem Schreiben an den norwegischen Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der norwegischen Schwesterpartei, Jens Stoltenberg, kondolierte Sigmar Gabriel und bot ihm, „wo immer möglich“, seine Unterstützung an.
Geschockt und entsetzt von den Ereignissen in Norwegen zeigten sich auch der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt und die Vizepräsidentin der International Union of Socialist Youth (IUSY) Cordula Drautz: „Unsere Gedanken und Herzen sind bei den Opfern und Angehörigen des Jugendcamps und des Bombenanschlags in Oslo. Unsere sozialdemokratische Schwesterorganisation AUF ist Ziel eines grausamen Attentat geworden. Über 80 Genossinnen und Genossen wurden getötet. Die Brutalität und der Hass, mit der der Täter vorging, sprengen unsere Vorstellungskraft.“
Die Jusos wie auch die IUSY trauern mit allen Norwegern und der norwegischen Sozialdemokratie, sagten beide. „Wir erklären unsere Solidarität mit all denjenigen, die sich für Toleranz und Demokratie und gegen Terrorismus, Hass und Gewalt engagieren.“ Die norwegische sozialdemokratische Jugendorganisation AUF wisse die Jusos und IUSY an ihrer Seite. Alle verbinde eine lange und tiefe Freundschaft. Vogt und Drautz: „Mit der der IUSY 1907 haben sich europäische Sozialdemokraten gegen aufkommenden Nationalismus und Faschismus gestellt. Willy Brandt ging während der Nazidiktatur ins Exil nach Norwegen. Jusos und AUF kämpfen gemeinsam für internationale Verständigung und gegen Gewalt. Niemand, auch nicht Terroristen, werden uns einschüchtern können und von diesem Ziel abbringen. Lasst uns gemeinsam beim IUSY-Festival nächste Woche zeigen: Unsere Idee ist stärker als ihre Gewalt!

 

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